Geschichte Skiakrobatik
Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollführten die Skipioniere erste Drehungen, Überschläge und Salti. Kunststücke auf Skiern zu beherrschen zeichnete den Könner in den ersten Hochblüte der Skiakrobatik in den 20er Jahren aus. Der erste Rückschritt folgte in den 30er Jahren, wo dem alpinen Rennlauf größte Bedeutung, auch aus machtpolitischen Gründen, zugemessen wurde. Der Kampf um Sekunden war wichtiger als Kreativität und Freude an der Bewegung.
Nach dem 2.Weltkrieg wanderten viele Europäer in die USA aus, darunter auch zahlreiche Skiexperten. Der skilauf nahm einen ungeheueren Aufschwung, bald schon waren unzählige Skiakrobaten in Werbung und Medien. In den 70er Jahren wurden die ersten Wettkämpfe im "Hot Dogging", dem ungestümen Bewältigen von Buckelpiste mit eingebauten Sprüngen und Figuren, abgehalten.
Im Jahr 1971 wurde der moderne Freestyle-Sport, durch die Dreiteilung in Ballett, Buckelpiste und skikunstsprung, geboren. Bald schon gab es auch in Europa Wettkämpfe und der Freestyle-skilauf erlebte eine große Blütezeit. Als echter Hochleistungssport hatte der Sport in den 80er Jahren seinen Höhepunkt.
Das Streben nach Perfektion und immer höherer technischer Schwierigkeit führte in den letzten Jahren zu einem starken Abflauen der Freestyle Bewegung. Der Sport war zu kompliziert und undurchschaubar für den Zuschauer geworden. Sponsoren und Medien verloren das Interesse.
Unter dem Einfluss von Freeskiing und Snowboard entwickelte sich Slopestyle. Starre Regeln und Bestimmungen wurden verworfen, technische Schwierigkeit unwichtig. Wichtig ist nicht perfekte Körperspannung, sondern Style. Wie zu Hot-Dogging Zeiten steht wieder der Spaß am Sport im Vordergrund. Der Freestyle-Sport ist mit der "New School" des Freestyles zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder in einer neuen Hochphase.




Schnede am WC in Laax 1979


Peti in den Anfängen...

Buckelpiste
Buckelpistenfahren ist eine schnelle, beherrschte Fahrt durch eine steile Buckelpiste, die Schwungauslösungen erfolgen geländeangepasst und technisch rationell. Der Wettkampfer muss den Buckelhang in möglichst dynamischer und skitechnisch einwandfreier Fahrt in der Falllinie befahren. Dabei müssen wahrend der Fahrt zwei Sprungmanöver gezeigt werden, welche auch bewertet werden. Seit 2003 sind auch Saltos und Überschläge wieder erlaubt. Der Buckelhang soll eine Neigung von 24-32 Grad aufweisen, 200-270 m lang und 20-35 m breit sein. Die Buckelpistenläufe Können als Einzellauf oder als Parallellauf (im Ausscheidungssystem) gefahren werden.

Worldcup-Videos:

Movie Nathalie Fleischli-Schmid 2001/02
Movie Janne Lathela (FIN) 2003/04
Movie Toby Dawson (USA) 2003/04
Movie Janne Lathela (FIN) 2003/04
Movie David Babic (USA) 2003/04


Nätu Engelberg

Springen
Die Disziplin Springen (Aerials) wird auf einer speziell errichteten Wettkampfanlage durchgeführt. Die Anlage besteht aus einem Anlauf, dem Schanzentisch,dem Landehügel und dem Auslauf.
Der Fahrer nimmt in der Anlaufstrecke die Geschwindigkeit auf, die er benötigt, um auf der Schanze seiner Wahl, den entsprechend angekündigten Sprung auszuführen.
Für jede Anzahl Saltos ist entsprechend mindestens eine Schanze vorhanden (Einfach- , Doppel- und Dreifach- Schanze.
Jeder Teilnehmer absolviert zwei Sprünge mit unterskiedlichem Schwierigkeitsgrad, die von einer Jury bewertet werden
Foto folgt...

Worldcup-Videos:
Olympiade Salt Lake City 2002 Evelyne Leu (Weltrekord)
1. Sprung
2. Sprung

Freeride
Als Freeriden bezeichnet man das Skifahren, oder Snowboarden durch unberührten Schnee abseits der markierten und kontrollierten Skipisten.Freeriden ist weder eine Sportart noch ein besonderer Fahrstil, sondern die Bezeichnung für den Trend, sich abseits der Pisten zu bewegen. Der Trend ist durch die Entwicklung spezieller Skier für das Freeriden, die sich für präparierten und unpräparieten Schnee gleichermaßen gut eignen, begünstigt worden.Bis in die 1990er Jahre betrieben Skisportler Freeriden unter den Namen Variantenfahren oder Tiefschneefahren. Auch das Begehen einer Skiroute zählt zum Freeriden. Das sichere Beherrschen des Tiefschneefahrens ist nach wie vor Grundvoraussetzung für das Freeriden. Freerider sind üblicherweise in kleinen Gruppen unterwegs. Weil die Sportler sich im Hochgebirge bewegen und dort alpinen Gefahren ausgesetzt sind, ist Ortskenntnis oder die Anleitung eines Bergführers ratsam. Zur Ausrüstung eines Freeriders gehören ein LVS-Gerät, eine Lawinensonde sowie eine Lawinenschaufel, um im Fall des Verschüttens durch einen Lawinenabgang schnelle Hilfe leisten zu können. Freerider schützen sich üblicherweise durch einen Helm gegen bei einem Sturz auf unter dem Schnee verborgene Felsen mögliche schwere Verletzungen. Besonders Ausserdem ist das Tragen von speziellen Protektoren (für Rücken und Hüften) unter der Kleidung ratsam. Eine extreme Form des Freeridens ist das Extremskifahren in besonders steilem und unwegsamen Gelände.


Andi

Skiercross
Gestartet wird in 4er oder 6er Gruppen zusammen.
Im KO- System wird das Weiterkommen der Fahrer ermittelt. Die Strecke beinhaltet eine Vielzahl von Hindernissen (Wellen, Steilwandkurven, Sprünge), welche die Wettkämpfer auf schnellstem Weg bewältigt müssen. Der Körperkontakt ist nicht gestattet und wird bei groben Vergehen geahndet, kann aber trotzdem nicht immer vermieden werden
Foto folgt...

Big Air / Slopestyle
Die Teilnehmer Zeigen einen Sprung in Fahrtrichtung. Der Sprung besteht aus Elementen (Daffy, 360, Grab, Saltos, rückwärts, usw.), welche zu spektakulären Sprüngen kombiniert werden.
Bewertet werden Schwierigkeit, Ausführung und Show Effekt

Movie Rail


Nätu

X-Games USA
1993 hatte man beim Sportsender ESPN in den USA die Idee, Extremsportler aus aller Welt zusammenzubringen und mit ihnen eine Art Olympiade der Extreme zu veranstalten. Im Juni 1995 war es dann endlich so weit und man hielt die ersten X Games (damals noch: Extreme Games) auf Rhode Island und dem Mount Snow in Vermont ab. Fast 200.000 Zuschauer wurden von den 9 ausgetragenen Sportarten angezogen und man beschloss im Folgejahr, die X Games ein weiteres Mal auszutragen. 1997 wurden dann sogar die Winter X Games eingeführt, die ähnliche Erfolge feiern konnten und bis heute immer noch feiern.

Beim Snowboarding und auch beim Skiing gibt es jeweils zwei Unterdisziplinen. Beim Slopestyle geht es darum, eine möglichst kreative Linie über mehrere Hindernisse zu fahren, vergleichbar mit einem Parcours beim Skateboarding. Bei der Superpipe handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine U-förmige Halfpipe aus Schnee, nur eben etwas höher als konventionelle Pipes.

Die Skier X und die Snowboarder X sind Hochgeschwindigkeitsrennen, die in sechs Läufen ausgetragen werden. Das besondere daran ist, dass der Kurs mit extrem schwierigen Passagen gespickt ist, die für jeden Fahrer eine große Herausforderung sind.

Ultracross ist die Verbindung zwischen Skiing und Snowboarding. Da sich die Boarder Mitte der 80er Jahre von ihren Ski-Kollegen abgespalten haben, entstand eine ständig wachsende Kluft, die man mit dieser Sportart wieder zu schließen sucht. Ultracross ist mit einem Staffellauf vergleichbar. Der Boarder erreicht sein Teilziel, die Zeit wird genommen und sein Teamkollege übernimmt den Rest den Rennens auf Skiern.

Moto X mit dem Big Air trifft den Charakter der X-Games wohl am besten. Die Teilnehmer springen mit einen Affenzahn über eine 5m Rampe und führen ihre Tricks über eine 20-30m breite Spalte im Berg durch und versuchen die Kampfrichter zu beeindrucken, was nicht gerade leicht ist. Dem Laien fällt so oder so die Kinnlade herunter.
Beim Snowmobiling, dem Motorschlitten-Rennen, gibt es wieder zwei Unterdisziplinen: Der Kurs beim Hilcross führt dabei bergaufwärts, wer am schnellsten oben ist, gewinnt. Die Strecke beim Snowcross ist kein Oval, sondern windet sich hin und her und ist sehr hügelig, sodass es in der einen Minute bergauf geht, in der anderen bergab. Mit den schweren Schlitten sehr schwierig zu meistern.

Link ESPN X-Games
X-Games VII 2003 - Athletebio


Nätu Aspen

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